Wettbewerb um ‚Blähboy‘ des Jahres – Knut Knister kann Titel knapp verteidigen

Kröpftelding (KD24) – Es herrscht gespannte Stille in der Mehrzweckhalle des Stan-Laurel-Gymnasiums in der Kröpfteldinger Südstadt. Mehrere hundert Zuschauer oder vielmehr Zuhörer blicken erwartungsfroh auf die Bühne. Dort steht Knut Knister. Hochkonzentriert und mit hochrotem Kopf startet Knister seine Performance: Pffft pffft pft pft pft … die Rhythmik des Refrains des Radetzky-Marsches in Perfektion. Der Sieg im Wettbewerb um den ‚Blähboy des Jahres‘ ist Knister sicher. Das Auditorium jubelt. „Exakter hätten das die Wiener Philharmoniker beim jährlichen Neujahrskonzert auch nicht spielen können.“ Freut sich eine Dame im Publikum.

Zweite Auflage der Veranstaltung ein voller Erfolg

Es ist das zweite Mal, dass der Verband der Kröpfteldinger Bohnenbauern (VKB) diesen Event veranstaltet. „Im vergangenen Jahr hatten wir noch etwas mit der Akzeptanz des Wettbewerbes zu kämpfen.“ Sagt VKB-Präsident Stephan Stengelweiß. „Wir hatten all die Jahre zuvor unsere Kröpfteldinger Bohnenstangenkönigin gekürt. Irgendwann war der Begriff ‚Bohnenstange‘ jedoch so negativ besetzt, dass wir umdenken mussten. So sind wir auf diesen Wettbewerb gekommen. Vergangenes Jahr war sowohl das Teilnehmerfeld, als auch die Zuschauerzahl eher überschaubar. Nachdem wir dieses Jahr ordentlich Wind im Vorfeld der Veranstaltung gemacht hatten, sieht es deutlich besser aus, wie Sie hier sehen und hören können.“

Champion Knister mit harter Vorbereitung

Nachdem Knut Knister die Konkurrenz bereits im Vorjahr für sich entscheiden konnte, hat er im Vorfeld der diesjährigen Ausscheidung noch härter trainieren müssen: „Mit einer Aufblähung des Teilnehmerfeldes, nimmt natürlich auch die Leistungsdichte enorm zu.“ So Knister. Sein Training bestehe nicht bloß einfach aus rumgefurze. Da komme es schon auf die richtige Mischung aus Kraft und Technik an: „Mit Lautstärke alleine kannst Du heutzutage im Leistungsfurzerbereich niemanden mehr wegblasen. Da braucht es schon das perfekte Zusammenspiel zwischen ausgeklügelter Darmtechnik und trainierter lokaler Muskulatur. Da entscheiden oft Kleinigkeiten.“ gibt Knister Einblick in sein Blähboy-Trainingsprogramm.

Allerdings hatte Knister auch Rückschläge zu verkraften: „Es kann schon vorkommen, dass man in der Vorbereitung Fehler bei der Ernährung begeht, die Konsistenz der biologischen Trainingsmaterialien nicht optimal ist und Du Dich dann das eine oder andere Mal ordentlich einstuhlst.“ Gibt der Kröpfteldinger Profifurzer unumwunden zu.

Jurymitglieder mit verantwortungsvollem Job

Wie die Siegerperformance von Knut Knister gezeigt hatte, kommt es bei dem Wettbewerb nicht alleine auf die Lautstärke an. „Die Dezibel lassen wir ganz offiziell über das Furzaphon ermitteln. Da kann es keine zwei Meinungen geben. Die Phonzahl bildet aber nur 40% der Gesamtnote ab.“ Erläutert Jurymitglied Konrad Kidney. Das wirklich wichtige sei der Künstlerische Ausdruck, „dabei bekommen wir von den Teilnehmern im Vorfeld eine Beschreibung ihrer Performance und wir müssen dann in der sog. ‚Bläh-Note‘ für den künstlerischen Wert überprüfen, ob sich Ankündigung und Ausführung im Einklang befinden. Da hast Du schon eine große Verantwortung dem Teilnehmer gegenüber, alles an Zwischentönen richtig raus zu hören.“ Erklärt Kidney die Arbeit der sechsköpfigen Jury.

‚Blähboy‘ soll ‚Blähgirl‘ bekommen

Aufgrund des diesjährigen Erfolges der Veranstaltung soll die Konkurrenz im kommenden Jahr erweitert werden. „wir wollen auch die Damenwelt zum Mitmachen animieren. In der nächsten Auflage soll dann auch zum ersten Mal das Kröpfteldinger ‚Blähgirl‘ ermittelt werden.“ Genügend Bewerbungen lägen schon vor, so VKB-Präsident Stengelweiß.

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